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Wonder Woman

Originaltitel: Wonder Woman Regie: Patty Jenkins Drehbuch: Allen Heinberg Score: Rupert Gregson-Williams Darsteller: Gal Gadot, Chris Pine, Robin Wright, Elena Anaya, David Thewlis

Wertung: 94 %
- Erfrischender Blick auf das Superhelden-Genre, vielschichtig und kurzweilig - 

Die Amazone Diana lebt auf einer geheimnisvollen, nur von Frauen bevölkerten Insel, abgeschnitten von allen anderen. Als der Spion Steve Trevor an ihren Strand gespült wird, erfährt sie das erste Mal von der übrigen Welt und dem darin tobenden Krieg, der alles zu vernichten droht. Also beschließt sie, ihn zu begleiten und gegen Ares, den Gott des Krieges, den sie in General Ludendorff zu erkennen glaubt, zu kämpfen. Aber: Kann eine Frau allein es schaffen, den Ersten Weltkrieg zu beenden? 
Dies nur mal gleich vorweg: Wonder Woman ist definitiv einer der besten Superhelden-Filme, die bislang gedreht wurden. Denn Patty Jenkins gelingt nicht nur der erfolgreichste Kinostart mit einem von einer Frau gedrehten Film (und löst –…

King Arthur: Legend of the Sword

Originaltitel: Regie: Guy Richie  Drehbuch: Joby Harold Score: Daniel Pemberton Darsteller: Charlie Hunnam, Jude Law, Ástrid Bergès-Frisbey

Wertung:80 %
- Rasantes Fantasy-Epos in reiner Richie-Marnier, das mit stimmigen Effekten und mitreißendem Score punktet, aber auch einige Fragen aufwirft - 

Britannien im frühen Hochmittelalter: Der junge Arthur wächst im Schutze eines Bordells zum Mann heran, ohne zu ahnen, dass er der rechtmäßige König Englands ist. Während er sich schlagfertig durch die Gassen Londinums arbeitet, wartet bereits das sagenumwobene Schwert Exkalibur darauf, von ihm aus dem Stein gezogen zu werden. Denn nur, wer das Schwert zu ziehen vermag, kann der Schreckensherrschaft von Vortigen, Arthurs Onkel, ein Ende setzen. Der Rest ist Legende…
Wenn Guy Richie sich eines Stoffes annimmt, hinterlässt er seine Handschrift darauf. Und das auch gern eher mit der Faust als mit Feingefühl. Ähnlich erging es schon Sherlock Holmes, der durch Richie zum schrulligen, aber zupackenden Aben…

Guardians of the Galaxy: Volume 2

Originaltitel: Guardians of the Galaxy: Volume 2 Regie: James Gunn Drehbuch: Score: Darsteller: Chris Pratt, Zoe Zaldana, Kurt Russel

Bewertung: 65 %
- Knallbuntes Spektakel ohne Rhythmus und Fantasie -
+++ DIESE KRITIK IST NICHT SPOILER-FREI!+++

Peter Quill alias Star Lord reist zusammen mit den übrigen Guardians of the Galaxy durch den Weltraum, um einen Auftrag zu erfüllen. Als dieser schief geht und die Truppe von einem mysteriösen Mann gerettet wird, der sich als Peters Vater herausstellt, trennen sich die Guardians auf. Während Peter mehr über seine Vergangenheit erfährt, lernt der Zuschauer mehr über Nebula, Yondu und Drax den Zerstörer. Doch ist wirklich alles so, wie es scheint?
Die Guardians sind zurück! Wieder einmal explodieren die Farben nur so auf der Leinwand, wieder einmal gibt es viel zu lachen. Aber wo ist der erzählerische Rhythmus des ersten Teils geblieben? Wo sein Sinn für die emotionale Tiefe der Figuren? Und wieso haben alle Nebenhandlungsstränge mehr Herz als die Story…

Ghost In The Shell

Originaltitel: Ghost In The Shell Regie: Rupert Sanders Drehbuch: William Wheeler, Jamie Moss Score: Lorne Balfe, Clint Mansell Darsteller: Scarlett Johannson, Juliette Binoche, Pilou Asbaek

Wertung: 80 %
- Optisch überragendes, auf Ebene des Drehbuchs aber leider schwächelndes Remake -

Die Zukunft: Dem Robotik-Konzern Hanka gelingt es, das Gehirn der ertrunkenen Mira Kilian in einen vollständigen Cyborg-Körper, eine Shell, zu verpflanzen. Fortan ist sie als Major der Sondereinheit „Sektion 9“ unterwegs, um Cyber-Verbrechen und Terrorismus zu bekämpfen. Ihr neuestes Ziel: ein Hacker, der die allseits „verbesserten“ Menschen angreift und zu seinen Zwecken missbraucht. Doch was steckt wirklich dahinter?
Rupert Sanders verbeugt sich mit nahezu fanatischem Sinn fürs Detail vor Masamune Shiros großem Cyber-Punk von 1995. Während das vollständige Quellenmaterial einen Manga, zwei Anime-Filme und zwei Anime-Serien umfasst, ist es vor allem der erste und gleichnamige Ghost In The Shell, an den wir fo…

A Cure For Wellness

Originaltitel: A Cure For Wellness Regie: Gore Verbinski Drehbuch: Hustin Haythe Score: Benjamin Wallfisch Darsteller: Dane DeHaan, Jason Isaacs, Mia Goth

Wertung: 90 %
- Wohlig-altmodischer Gruselfilm, hervorragend gefilmt und voller Zitate -

Lockhard ist Bänker, und als solcher hat er keine Zeit und etwas zu verbergen. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass sein Kollege Pembroke zurück ins Büro kehrt, um eine anstehende Fusion zu begleiten. Doch der befindet sich in einem Kurort in den Schweizer Alpen und denkt nicht dran, zurückzukehren. Also wird Lockhard geschickt, um ihn zu holen. Allein - Niemand verlässt das eigenartige Sanatorium jemals wieder. Und so erleidet auch Lockhard einen Unfall, der ihn schnell zum Patienten der Einrichtung macht…
Es stimmt schon, A Cure For Wellness ist nicht perfekt. Kritiker mosern rum: Mimimi, der Plot ist zusammengeklaubt, mimimi, das Ende ist überreizt, mimimi, es fehlt der rote Faden. Es scheint, als hätten diese Menschen nie Filme wie Sleepy Hollow

Logan – The Wolverine

Originaltitel: Logan Regie: James Mangold Drehbuch: James Mangold u.a. Score: Marco Beltrami Darsteller: Hugh Jackman, Patrick Stewart, Dafne Keen

Wertung: 82 %
- Melancholisch-kantiger Abgesang auf das Mutanten-Dasein - 

Das Jahr 2029: Während die Zahl der Mutanten weiter schwindet, weil schlicht keine mehr geboren werden, schlägt sich Logan an der mexikanischen Grenze als Chauffeur durch. Während er mit seinem zunehmend unaufhaltsamen Alterungsprozess kämpft, taucht plötzlich das junge Mädchen Laura auf, die Logan in mehr als einer Eigenschaft ebenbürtig ist. Da Paramilitärs auf der Suche nach ihr sind, begibt sich Wolverine zusammen mit Professor X auf eine letzte Reise, um sie in Sicherheit zu bringen.
Lange wurde er erwartet und viel wurde geredet über die Altersfreigabe. Jetzt läuft er – ab 16 Jahren – in den deutschen Kinos: der letzte Wolverine-Solofilm. Nach dem äußerst vielversprechenden Trailer, untermalt mit Johnny Cashs „Hurt“, waren die Erwartungen enorm hoch. Der Film basiert l…

Fifty Shades of Grey 2: Gefährliche Liebe

Originaltitel: Fifty Shades Darker Regie: James Foley Drehbuch: Niall Leonard Score: Danny Elfman Darsteller: Jamie Dornan, Dakota Johnson, Kim Basinger

Wertung: 41 % Auf den ersten Blick langweilige, auf den zweiten Blick bedenkliche Fortsetzung -

Während Anastasia Steele in der Lektoratsbranche Fuß fasst, tritt der eh und je charmante Millionär Christian Grey wieder in ihr Leben. Gegen ihre Vorsätze versucht sie erneut, mit ihm eine Beziehung zu führen, scheitert jedoch immer wieder an der Frage, ob sie wirklich ist, was Christian braucht…
Da ist er nun also, der zweite Teil der Fifty-Shades-Reihe. Wir schauen von neuem zwei hübschen, jungen Menschen dabei zu, wie sie versuchen, eine Beziehung zu führen und dürfen mit Bella - Entschuldigung! - Anastasia hoffen und bangen, ob daraus etwas wird. Schließlich ist Christian nicht nur reich und schön, sondern auch noch emotional gebeutelt und tief verwundet! Da schlägt so manches Frauenherz doch gleich höher, wie uns die Besucherzahlen des Films …